#36 Zum Drehkreuz der Welt

Hektisch wird es mal wieder, als wir nach 5 Stunden Fahrt mit der Fähre, den Hafen von Nadi erreichen. Wir versammeln uns mit dem Touristenschwarm Abseits der Anlegestelle und atmen auf, als endlich der 5. Container mit unserem Reisegepäck eintrifft. Die Busse stehen auch zur Abholung bereit und bringen uns sicher zurück zum Hotel für die letzte Nacht in Fidschi.

Am nächsten Morgen beiße ich in mein sehr spartanisches Erdnussbutter-Toast. Wir verlassen wieder einmal mit dem ganzen Gepäck das Hotel. Zusätzlich tragen wir einige Wasserflaschen, die wir gestern günstig im Supermarkt erstanden haben. Auf den Inseln haben wir ca. 5-8 Fidschi-Dollar pro Flasche gezahlt. Viel zu viel! Ein Sixpack von der Hauptinsel wäre eine lohnende Investition gewesen. Das Taxi bringt uns pünktlich zum Flughafen. Für uns wird es mal wieder Zeit Abschied zu nehmen. Diesmal haben wir aber nicht nur beeindruckende Fotos, sondern auch jede Menge Erholung im Gepäck. Singapur kann kommen!

Der Flug dauert insgesamt 7 Stunden. Genug Zeit, ein paar Filme zu schauen, die Mahlzeiten zu verspeisen und sich zurückzulehnen. Singapur! Was wird uns hier wohl erwarten? Als Erstes fällt mir der bis an den Horizont reichende, einem Elefantenfriedhof gleichendem, Schwarm von Frachtschiffen auf. Singapur ist das Drehkreuz für den Warenverkehr (und auch Personenverkehr) zwischen Europa und Asien. Aus diesem Grund konnte die Stadt (beziehungsweise Stadtstaat) sich schnell entwickeln und wachsen. So werden zum Beispiel billige Arbeitskräfte aus Indien angeworben, um auf jedes riesige Kaufhaus, jeden riesigen Wolkenkratzer, noch eins drauf zu setzen. Gleichzeit sind hier so viele Kulturen und Religionen vertreten, dass man schier endlose Tempelanlagen und Architekturen noch nach Wochen entdecken kann. Es gibt so viele zu sehen, dass mir fast schwindelig wird. Es gibt schier unzählige Möglichkeiten, die unserer Zeitknappheit von zweieinhalb Tagen gegenüber stehen. Das Flugzeug kommt in Singapur sicher zum Stoppen und wir werfen uns in den Großstadtdschungel.

Es ist 19:00 Uhr Ortszeit als wir aus dem Flugzeug steigen. Der Flughafen sieht sehr modern aus. Zügig passieren wir den Einreiseschalter und erhalten einen weiteren Stempel in unser Sammelheft (Reisepass). Auf dem Weg vom Schalter zum Kofferband offenbart sich mir die schier unfassbare Größe des Flughafens. Jeder abzweigende Gang scheint bis in die Unendlichkeit zu reichen. Für eine Erkundung haben wir aber definitiv zu wenig Zeit. Also Koffer geschnappt und durch die letzte Sicherheitskontrolle. Geschafft!

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Entspannungspfad im Flughafen von Singapur

Mit dem Taxi fahren wir zügig in die Innenstadt. Auf dem Weg ziehen die bunt beleuchteten Hochhäuser unsere Aufmerksamkeit auf sich. Über allem Thront der Skytower mit seinen 3 riesigen Beinen und dem monströs anmutenden Dach, auf dem man sogar schwimmen kann. Die Stadt ist beschäftigt aber nicht überfüllt. Und das an einem Samstag Abend. Dann sehen wir unser Hotel: Das Hotel G! Inmitten der ganzen Hoteltürme brauch sich dieses Hotel nicht verstecken. Ich bin sehr gespannt, in welcher Etage wir den ersten Ausblick genießen können. Das Taxi kommt zum stehen und wir zahlen den angezeigten Preis: 25$. Und das für eine kleine Sightseeing Tour durch den Großstadtdschungel. Zum ersten Mal verlassen wir die klimatisierte Komfort-Zone und finden uns in einer erdrückenden, schwitzenden, lauten aber sauberen Großstadt wieder. Nichts wie ins Hotel!

Singapur Riesenrad
Zwei Attraktionen begrüßen uns in Singapur (Singapur Flyer und Marina Bay Hotel)

7. Etage – Immerhin. Das Zimmer ist modern und mit Details, wie einem Traumfänger oder Bildern, gespickt (lifestyle-Hotel) aber: es ist verdammt klein! Der Raumplaner hat sehr platzsparend wirklich alles wichtige untergebracht. Eine Büroecke, ein Doppelbett, ein Badezimmer. Nur leider wurde der Platz für unser riesiges Gepäck vergessen. Mit ein bisschen Geschick können wir über diesen Makel aber hinwegsehen. Nachdem die Taschen also vors Bett abgestellt wurden, wurde es Zeit für die erste Stadtbesichtigung auf eigene Faust!

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